ESF Sachsen

Aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) kann Sachsen von 2014 bis 2020 rund 663 Millionen Euro einsetzen. Förderschwerpunkte beim ESF sind Bildung, Aus- und Berufsbildung, eine nachhaltige und hochwertige Beschäftigung sowie die soziale Inklusion und die Bekämpfung von Armut und Diskriminierung.

Grundlage der Förderung ist das Operationelle Programm für den ESF in Sachsen 2014 – 2020.

Quelle:
https://www.strukturfonds.sachsen.de/europaeischer-sozialfonds-esf.html

Aktuell gibt es in den Niederlassungen keine durch den ESF geförderten Maßnahmen.

In unseren Standorten durch den ESF geförderte Maßnahmen in Sachsen:

Schritt für Schritt (Programmstufe 5) 16 Teilnehmer -  Durchführungszeitraum: 04.03.2019 - 31.08.2020 in Weißwasser 

Ziel ist die Förderung der sozialen Stabilisierung und die Stärkung der Persönlichkeit der Teilnehmer, die Wiedererlangung einer Tagesstrukturierung, einen Abbau arbeitsbezogener Demotivation und die Schaffung der Voraussetzungen für weiterführende Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit beinhalten. Das Projekt untergliedert sich in folgende Phasen: a) Eingangsphase: - Analyse der relevanten beruflichen und persönlichen Merkmale und Fähigkeiten der Teilnehmer, einschließlich Prüfung der individuellen Möglichkeiten einer Beschäftigung der Teilnehmer sowie Feststellung von Hemmnissen, die einer individuellen Tagesstrukturierung entgegenstehen; - darauf aufbauend: Erstellung einer individuellen Aktivierungsund Förderplanung für jeden Teilnehmer durch den Zuwendungsempfänger. Dabei ist der Abbau von Hemmnissen nach Prioritäten zu planen. b) Hauptphase: Ausgehend von der Persönlichkeit des einzelnen Teilnehmers soll im Rahmen der Umsetzung der Maßnahme Folgendes erreicht werden: - eine Stabilisierung der Persönlichkeit, - der Aufbau und die Verstetigung einer Tagesstruktur, - der Abbau von grundlegenden Wissensdefiziten und - die Entwicklung von Sozialkompetenzen. c) Nachbetreuungsphase (maximal 2 Monate): Bemühung, dass die erreichte Aktivierung und Motivierung bei den Teilnehmern langfristig erhalten bleibt und sich nach Möglichkeit weitere Aktivierungsschritte anschließen (z.B. Programmstufe 4)

Zielgruppe für das Qualifizierungsprojekt sind äußerst schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose (meist mit multiplen Problemlagen) mit Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen. Die Projektteilnehmer konnten mit den bisher zur Verfügung stehenden Maßnahmen nicht erfolgreich erreicht werden und eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt ist nur langfristig (voraussichtlich nicht in den nächsten 24 Monaten) zu erwarten. Zielgruppe sind dabei über 25und unter 58-jährige Personen, die seit mindestens 3 Jahren arbeitslos sind und zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen gehören. Ausgeschlossen von der Förderung sind Personen mit medizinischem und/oder beruflichem Rehabilitationsbedarf.

 

JVA-Projekte in Görlitz Durchführungszeit: 02.01.2020 – 23.12.2020

Multifunktionswerkstatt - ein soz.-päd. Vorhaben zur Vorbereitung und Unterstützung der Integration in den Arbeitsmarkt (6 Teilnehmer pro Quartal)

Erwachsene sowie insbesondere jugendliche Gefangene weisen Unterschiede und Defizite bezüglich ihrer sozialen Kompetenzen, ihres Allgemein- und Grundlagenwissens und ihrer beruflichen Vorbildung auf. Im Hinblick auf eine Integration in eine Ausbildung oder einen Beruf nach der Haftentlassung ist es erforderlich, diese Defizite zu verringern und somit ein selbständiges Handeln nach dem Aufenthalt in der JVA zu fördern. Probleme in der Ausbildungs- und Berufsfindung bzw. Selbstständigkeit in der Bewältigung des Alltags nach der Haftentlassung sind in den meisten Fällen ohne eine wegweisende Schulung vorprogrammiert. Arbeitslosigkeit und Kriminalität liegen oft nah beieinander. Arbeitslosigkeit ist als ein entscheidender Faktor für das wiederholte Kriminalitätsrisiko der Gefangenen anzusehen.  Die Einmündung in eine Beschäftigung und die erfolgreiche Resozialisierung ist ein wichtiger Faktor zur Wiedereingliederung und damit wichtig für die Kriminalitätsprävention. Diese Art von Arbeitsmarktpolitik ist folglich ein kriminalitätsmindernder Faktor, der für die Sicherheit und Lebensqualität der Bürger in diesem Land von elementarer Bedeutung ist.

Dieses Projekt ist ein sozialpädagogisches Vorhaben für Gefangene zur Vorbereitung und Unterstützung ihrer nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt bzw. in eine berufliche Bildungsmaßnahme. Die Zielstellung der Multifunktionswerkstatt besteht mittels sozialpädagogischer Vorortbetreuung/-begleitung und fachlicher Anleitung zu unterschiedlichen Qualifizierungsthemen in: • Aufbau von Tagesstrukturen für das Leben in der JVA und in einer Arbeits-/Ausbildungswelt • Verbesserung und Training sozialer Kompetenzen und der Handlungskompetenz der Gefangenen • Potentialanalyse der TN, Organ. und Durchf. von Stützunterricht, Hinführung zu Qualifizierungs-/Ausbildungsfähigkeit Die Multifunktionswerkstatt ist mit einer Laufzeit von 4 x 3 Monaten geplant. Dabei wird die individuelle Verweildauer des einzelnen Teilnehmers mit bis zu drei Monaten geplant. Durch die Modularisierung ist ein laufender Einstieg möglich.

 

Der Koch/Beikoch – eine modulare Qualifizierung für Gefangene (10 Teilnehmer für 12 Monate)

Die Insassen der Justizvollzugsanstalten sind in ihren jeweiligen Ausgangssituationen extrem verschieden. Es gibt Personen, die haben bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung und teilweise eine mehrjährige Berufserfahrung vorzuweisen. Andere Insassen jedoch haben keine Berufsausbildung angefangen oder diese vorzeitig abgebrochen. Teilweise sind auch Personen dabei, die auch keinen Schulabschluss vorweisen können. Für Gefangene, die noch keine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können, bietet diese Maßnahme die Möglichkeit, sich mit dem Berufsfeld des Kochs/Beikochs auseinanderzusetzen und eine berufliche Zukunftsorientierung für die Zeit nach der Haft zu erhalten. Insassen, die bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung in diesem Bereich haben, wird die Möglichkeit geboten, sich im Berufsfeld neu zu orientieren und ihre praktischen und theoretischen Kenntnisse aufzufrischen und anzuwenden. Diese Orientierung ist für eine erfolgreiche Wiedereingliederung nach der Haft besonders wichtig. Laut Statistiken des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz liegen die Rückfallquoten ehemaliger erwachsener Gefangener in den ersten drei Jahren nach der Haftentlassung bei ca. 50 % und bei jugendlichen Straftätern bei ca. 70 %. Diese Entwicklung ist u.a. darauf zurückzuführen, dass die ehemaligen Insassen nach der Haftentlassung wieder in alte Strukturen fallen und früher oder später wieder straffällig werden. Ein weiterer Bestandteil der Maßnahme sind verschiedene sozialpädagogische Inhalte. Probleme in der Alltagsbewältigung sind für viele ehemalige Straftäter der erste Schritt zurück in die alten Muster und damit in die Rückfälligkeit zu Strafdelikten. Um dies zu verhindern setzt sich unser kompetentes Fachpersonal intensiv mit den Sorgen und Ängsten der Teilnehmer auseinander und bereitet diese auf ein geregeltes Leben in Freiheit vor. Hierzu gehören auch das Training in verbaler und nonverbaler Deeskalation sowie der Umgang mit dem Thema „Sucht“ und deren Konsequenzen.

Dieses Projekt ist ein Qualifizierungsvorhaben für Gefangene im Fachbereich Koch bzw. Küche mit der Möglichkeit des Erwerbs von berufsrelevanten Kenntnissen und Tätigkeiten zur Vorbereitung und Unterstützung ihrer (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt bzw. in eine berufliche Bildungsmaßnahme. Das Projekt zielt konkret auf die soziale und berufliche Wiedereingliederung durch vorbereitenden beruflichen Qualifizierung von Gefangenen mit sozialpädagogischer Begleitung und Unterstützung. Speziell die Zielgruppe der Gefangenen benötigt diese Kombination und Unterstützung aus Qualifizierung und sozialpädagogischer Begleitung zur Stabilisierung und Nachhaltigkeit ihrer Integration in das soziale - und Arbeitsleben. Durch die sozialpädagogischen Inhalte und deren Integration in den Alltag lernen die Gefangenen, den Anforderungen des Alltags außerhalb des Strafvollzuges gerecht zu werden, diesen selbst zu strukturieren und eine berufliche Tätigkeit bzw. eine anschließende Berufsausbildung aufzunehmen.

 

Der Bauten- und Objektbeschichter – eine modulare Qualifizierung für Gefangene (10 Teilnehmer für 12 Monate)

Die Insassen der Justizvollzugsanstalten sind in ihren jeweiligen Ausgangssituationen extrem verschieden. Es gibt Personen, die haben bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung und teilweise eine mehrjährige Berufserfahrung vorzuweisen. Andere Insassen jedoch haben keine Berufsausbildung angefangen oder diese vorzeitig abgebrochen. Teilweise sind auch Personen dabei, die auch keinen Schulabschluss vorweisen können. Für Gefangene, die noch keine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können, bietet diese Maßnahme die Möglichkeit, sich mit dem Berufsfeld des Bauten- und Objektbeschichters und den aufbauenden Ausbildungen im Bereich Maler/Lackierer und den zugehörigen Fachrichtungen auseinanderzusetzen und eine berufliche Zukunftsorientierung für die Zeit nach der Haft zu erhalten. Insassen, die bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung in diesem Bereich haben, wird die Möglichkeit geboten, sich im Berufsfeld neu zu orientieren und ihre praktischen und theoretischen Kenntnisse aufzufrischen und anzuwenden. Diese Orientierung ist für eine erfolgreiche Wiedereingliederung nach der Haft besonders wichtig. Laut Statistiken des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz liegen die Rückfallquoten ehemaliger erwachsener Gefangener in den ersten drei Jahren nach der Haftentlassung bei ca. 50 % und bei jugendlichen Straftätern bei ca. 70 %. Diese Entwicklung ist u.a. darauf zurückzuführen, dass die ehemaligen Insassen nach der Haftentlassung wieder in alte Strukturen fallen und früher oder später wieder straffällig werden. Ein weiterer Bestandteil der Maßnahme sind verschiedene sozialpädagogische Inhalte. Probleme in der Alltagsbewältigung sind für viele ehemalige Straftäter der erste Schritt zurück in die alten Muster und damit in die Rückfälligkeit zu Strafdelikten. Um dies zu verhindern setzt sich unser kompetentes Fachpersonal intensiv mit den Sorgen und Ängsten der Teilnehmer auseinander und bereitet diese auf ein geregeltes Leben in Freiheit vor. Hierzu gehören auch das Training in verbaler und nonverbaler Deeskalation sowie der Umgang mit dem Thema „Sucht“ und deren Konsequenzen.

Dieses Projekt ist ein Qualifizierungsvorhaben für Gefangene im Fachbereich Bauten- und Objektbeschichter mit der Möglichkeit des Erwerbs von berufsrelevanten Kenntnissen und Tätigkeiten zur Vorbereitung und Unterstützung ihrer (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt bzw. in eine berufliche Bildungsmaßnahme. Das Projekt zielt konkret auf die soziale und berufliche Wiedereingliederung durch vorbereitende berufliche Qualifizierung von Gefangenen mit sozialpädagogischer Begleitung und Unterstützung. Speziell die Zielgruppe der Gefangenen benötigt diese Kombination und Unterstützung aus Qualifizierung und sozialpädagogischer Begleitung zur Stabilisierung und Nachhaltigkeit ihrer Integration in das soziale- und Arbeitsleben. Durch die sozialpädagogischen Inhalte und deren Integration in den Alltag lernen die Gefangenen, den Anforderungen des Alltags außerhalb des Strafvollzuges gerecht zu werden, diesen selbst zu strukturieren und eine berufliche Tätigkeit bzw. eine anschließende Berufsausbildung aufzunehmen.

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Sehr geehrte Teilnehmende,

alle Bundesländer haben zum 04.05.2020 Lockerungen der Kontaktverbote verfügt. Diesbezüglich freuen wir uns Ihnen mitteilen zu können, dass nun eine Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes möglich ist. Dies erfolgt in unseren Niederlassungen bundesweit natürlich unter Einhaltung der landesrechtlichen Hygienevorgaben und unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Selbstverständlich können unsere Kurse in der Übergangsphase auch weiterhin mit alternativen Lernformen absolviert werden.

Bei Fragen und Unsicherheiten können sich alle Teilnehmenden sowie Interessenten für neue Kurse während der üblichen Geschäftszeiten telefonisch oder via E-Mail an die Kontaktpersonen der Niederlassungen vor Ort wenden. Gerne beantworten wir Ihre Fragen und beraten Sie zur aktuellen Situation.

Wir wünschen allen Teilnehmenden weiterhin viel Gesundheit!